Forscher entdecken die einfachste Methode, damit deine Katze länger lebt

Die Diskussion um die Sicherheit unserer Stubentiger und ihren Einfluss auf die Natur nimmt zu. Freilaufende Hauskatzen sind nicht nur selbst zahlreichen Gefahren ausgeliefert, sie bedrohen auch heimische Tiere und Vögel. Im Folgenden schauen wir uns die Risiken und mögliche Lösungen rund um freilaufende Katzen an.
Australien: beunruhigende Zahlen zu Hauskatzen
In Australien gibt es aktuell 5,3 Millionen Hauskatzen. Jährlich töten diese Katzen 546 Millionen Tiere. Etwa zwei Drittel der australischen Katzenbesitzer haben erlebt, dass eine ihrer Katzen auf der Straße stirbt. Das zeigt, wie ernst das Problem ist. 2019 hatten rund 25 % der australischen Haushalte eine Katze; bis 2025 stieg dieser Anteil auf ein Drittel. Gleichzeitig nahm der Anteil der Haushalte, die ihre Katzen drinnen halten, von 36 % auf 48 % zu.
Gefahren für Katzen draußen
Freilaufende Katzen sind vielen Risiken ausgesetzt. Verkehrsunfälle sind die häufigste Todesursache, gefolgt von Auseinandersetzungen mit anderen Tieren, die oft zu Abszessen und schweren Wunden führen. Stürze (zum Beispiel von Dächern) können Knochenbrüche nach sich ziehen, und das Fressen oder Trinken unbekannter Substanzen kann zu Vergiftungen führen. Katzen können in enge oder gefährliche Orte geraten, etwa unter Häuser oder in Sturmdrainagen. Hinzu kommen absichtliche menschliche Grausamkeit und Infektionskrankheiten wie das Feline Immunschwächevirus (FIV).
Studien aus den USA, Neuseeland und Australien untermauern diese Risiken. In einer US-Studie wurden 55 freilaufende Katzen mit Halsbandkameras beobachtet: 25 % liefen Gefahr, vergiftet zu werden, 45 % überquerten Straßen, und 20 % krochen unter Häuser und erkundeten Sturmdrainagen. Ähnliche Ergebnisse zeigten die Studien aus Neuseeland und Australien.
Blick über die Grenzen: ein weltweites Problem
Auch in Europa sieht es ähnlich aus. Eine britische Studie fand heraus, dass Katzen zwischen weniger als einem und acht Jahren am häufigsten durch Verkehrsunfälle sterben. In Europa werden 18,24 % der Katzen mindestens einmal im Leben von einem Auto angefahren, und etwa 70 % dieser Unfälle enden tödlich. Nicht kastrierte Katzen sind besonders gefährdet, weil sie weiter und häufiger streunen. Ein Bericht aus Norwegen deutet darauf hin, dass kontrollierter Außenkontakt gut fürs Wohlbefinden von Katzen sein kann (zum Beispiel beaufsichtigte Ausgänge).
Wie man Katzen schützt: praktische Tipps
Katzen auf dem eigenen Grundstück zu halten reduziert viele der genannten Gefahren. Das heißt nicht automatisch, dass eine Katze nur im Haus leben muss. Der Einbau von Dachrand-Rollern oder die Schaffung eines „Catio“, eines eingeschlossenen Außenbereichs (als sicherer Außenraum), kann sichere Freiräume bieten. Überwachte Spaziergänge an Leine und Geschirr sind eine weitere Möglichkeit. Drinnen sollten ein anregendes Umfeld, Sicht nach draußen, Spielzeug und Versteckmöglichkeiten für das Wohlbefinden sorgen.
Außerdem wird empfohlen, für drinnen gehaltene Katzen mindestens zwei Katzentoiletten bereitzustellen und diese regelmäßig zu reinigen. In Haushalten mit mehreren Katzen sollte pro Katze eine Toilette plus eine zusätzliche bereitgestellt werden.
Kosten und Verantwortung für Katzenhalter
Hohe Tierarztrechnungen entstehen oft durch lebenslange Gesundheitsprobleme freilaufender Katzen. Kämpfe und daraus resultierende Wunden führen häufig zu teuren Behandlungen. Diese finanziellen Belastungen machen deutlich, welche Verantwortung Katzenhalter tragen sollten, um ihre Tiere zu schützen. Wie der australische Songwriter Eric Bogle treffend bemerkte: „Oh ihr, die ihr euer Kätzchen liebt, sorgt dafür, dass ihr es drinnen behaltet… es könnte KAT-astrophal sein.“
Am Ende zeigt sich: freilaufende Hauskatzen sind sowohl für sich selbst als auch für die Umwelt riskant. Es gibt aber viele Möglichkeiten, ihre Sicherheit zu erhöhen und sie trotzdem glücklich zu halten. Wenn wir die Risiken ernst nehmen und die passenden Maßnahmen ergreifen, schützen wir sowohl unsere Katzen als auch die Tierwelt.